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Friedhöfe und Denkmäler

Denkmal der 326. medizinischen Luftlandekompanie, 2009 eingeweiht in Anwesenheit des Kriegsveteranen Hank SKOWRONSKI.

Dezember 1944: wir befinden uns inmitten der erbitterten Ereignisse, die rundum den Verteidigungsgürtel von Bastogne stattfanden. Die 101. Luftlandedivision, aus Frankreich kommend, wo sie sich wiederherstellte, entfaltete sich rasch in unserer Region.

Die 326. medizinische Luftlandekompanie, die dieser Division angehörte, nahm am 17. Dezember Kurs in Richtung unserer Dörfer. Auf Grund des Gedränges der alliierten Streitkräfte auf den Verkehrsadern errichtete sich ein Feldlazarett auf der sogenannten Hinck-Barriere, wo am 13. Januar 2009 dieses Denkmal eingeweiht wird.

Gegen 11 Uhr morgens standen die chirurgischen Instrumente des Spitals zum Eingriff bereit und es strömten auch schon die ersten Verwundeten.

Zwei Tage später, in der Nacht vom 19. Dezember, gegen 22.30 Uhr, trifft eine deutsche Patrouille, die nach Brücken über die Ourthe Ausschau hält und die N826 hinauffährt, durch Zufall auf das Lazarett. Trotz der roten Kreuze – Schutzembleme für alle Menschen und medizinischen Anlagen in einer Kampfzone – kommt es zu einer gefährlichen Auseinandersetzung. Der Chefarzt, Oberstleutnant David Gold, Kommandeur der Kompanie, entscheidet, nach Verhandlungen mit dem deutschen Offizier und unter Berücksichtigung der bereits vielen Gefallenen und der von seinem Personal und der Verwundeten eingegangenen Risiken, sich zu ergeben. 

Das Personal des Lazaretts, sowie die Patienten werden festgenommen und auf feindlichem Gebiet abgeführt, was natürlich böse Folgen für die ganze Region hat, denn die 101. Division kann sich nun nicht mehr auf ein Spital verlassen.

Die bei den Kämpfen gefallenen Patienten werden nach Bastogne befördert, wo die eingekesselten Alliierten ein Notlazarett eingerichtet hatten. Wir wissen, in diesem Zusammenhang, dass eine Krankenschwester und ein Zivilarzt der Stadt vorbildliche Heldentaten begaben haben, indem sie das Leben zahlreicher Zivilisten und Soldaten retteten. Die Krankenschwester fiel leider den Bombardierungen zum Opfer…

Das Mahnmal der Barriere-Hinck muss dazu beitragen, dass die Ereignisse, die sich dort und in der ganzen Region abspielten, nicht in Vergessenheit geraten. Es ist auch Symbol für die ehrwürdigen Opfer dieser Kriegszeitereignisse, sowohl für die Gefallenen als auch die Überlebenden.

 

 

 

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